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Die Reise zum Mittelpunkt des Nervenzusammenbruches
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Noch mal bemerkt.
Ich danke meinem Mann von ganzem Herzen, dass er für mich da ist und alles mit mir erträgt.
ICH LIEBE DICH!!!!!!!!
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Heute vor zwei Wochen wurde ich ja operiert und das heißt, der Fixateur kam raus.
Ich hatte zuerst mit einem Arzt von der Station im Krankenhaus abgesprochen, dass der unter Vollnarkose rausgenommen wird und meine Panik legte sich. Der Chefarzt allerdings, war völlig empört, als er das auf der Visite hörte. Er selber hätte drei Monate einen Fixateur gehabt, es gäbe keinen medizinische Indikation für eine Vollnarkose. Sein Oberarzt schloß sich gleich an (der Gute will definitiv mal Chefarzt werden, so tief wie er mit dem Kopf im Enddarm vom Chefarzt steckte), von wegen jede 40.000ste Vollnarkose würde daneben gehen. Ich dachte watt soll es, es wäre doch erst meine Dritte (da war ich erst zweimal unterm Messer), was kann da also schief gehen, aber den beiden Herren war meine Panik scheinbar scheißegal. Der Einzige der einwarf, das ich sehr große Angst hätte, war mein Arzt von der Station, der hatte wenigstens den Mut, den Rücken gerade zu machen und zu sagen, was er von der Patientin, die er tagtäglich sah, wusste. Ein Hoch auf Dr. J.! Aber die beiden anderen interessierte das nicht im geringsten, wieso auch, sie hatten mich bisher zweimal gesehen, einmal davon unter Vollnarkose, während sie meinen Unterschenkelkopf richteten.
Panik habe ich schon letzte Nacht geschoben, obwohl mir jeder beteuerte, das würde nicht weh tun, sondern wäre nur unangenehm. Aber wenn man drei Wochen lang im Krankenhaus liegt, dreimal operiert wird und eh völlig gefrustet ist, glaubt man nicht mehr sehr viel. Zu meinem Entsetzen sollte ich Recht behalten.
Heute früh sind wir also in die Poli-Klinik des Krankenhauses gefahren.
Der Arzt der mich damals schon in der Notaufnahme betreut hat, kümmert sich auch um die Nachbehandlung. Eigentlich kann man nur zweimal in zwei Wochen im Krankenhaus nach einer OP zur Nachbehandlung, und muss sich für den Rest einen niedergelassenen Arzt suchen. Doch da ich an einer Studie teilnehmen für synthetischen Knochenersatz, kann ich die ganze Nachbehandlung dort machen lassen und bin froh und glücklich, dass ich bei einem Arzt bin, bei dem ich mich gut aufgehoben fühle. Netten Gruß an Dr. M.!
Zuerst wurden mir die Fäden gezogen. Das ziepte unangenehm, war aber noch zu ertragen. Wobei ich ja gestehen muss, dass ich nach drei OPs und drei Wochen Krankenhaus nicht mehr die Kraft habe großartig die Zähne zusammen zu beißen. Ich habe einfach die Schnauze voll davon!
Und dann kam der Fixateur. Mir wurde vorher ein Schmerzmittel-Mix verpasst - der war allerdings auf gut Deutsch fürn Arsch - und die Hölle tat sich mir auf.
Kann man sich vorstellen wie es ist, wenn einem Metallschrauben aus dem Knochen gedreht werden? Ich glaube nicht, wenn man es nicht schon mal selber erlebt hat. Sicherlich wird jedem bei dem Gedanken ein grausiger Schauer über den Rücken laufen. Wenn es doch nur das gewesen wäre.
Wie man auf dem Foto erkennen kann, war die Stange zur Stabilisierung des Fixateurs mit 4 Verankerungen verbunden. Das erste Stück ging immer noch, aber dann kam das Grauen und ich habe geschrien und geheult und mich einfach nur noch schreiend und zitternd an meinem Mann festgehalten. Wäre er nicht dabei gewesen, dann wäre ich glaube ich total druchgedreht. Bei der dritten Schrauben, wurde mir schwummrig vor lauter Schmerz und ich dachte ich kippe weg, bevor das jedoch passieren konnte, war das Teil raus und es wurde eine Pause gemacht. Die vierte SChraube habe ich dann auch noch geschafft. Aber ganz ehrlich. Das gönne ich nicht mal meinem schlimmsten Feind.
Der Arzt gestand mir dann auch später, dass er nicht ganz ehrlich war, als er sagte, es würde nicht weh tun. Aber was sollte er tun, raus mussten die Schrauben ja. Nette Erklärung *achtung ironie!*.
Als der Fixateur raus war, kam dann die Gipsschiene, die mich noch mehr plagt als der Fixateur zuvor, weil sie mit ihrem Gewicht an meinem Knie reißt.
Außerdem habe ich vier nette Löcher im Bein, in die mein kleiner Finger passt und die bis in den Knochen gehen.
Zum meinem Erstaunen, machen mir die Löcher kaum Schwierigkeiten, außer das es dort manchmal leicht reinschießt und sticht.
Ich habe so viele Hoffnungen auf die Gipsschiene gesetzt und bin jetzt nur noch mehr gefrustet.
So eine Scheiße!
Das Einzige was sich verbessert hat ist das Schlafen, das geht besser mit der Schiene als zuvor mit dem Fixateur.
Am Montag geht es los mit der Physiotherapie fürs Knie, das soll bewegt werden. Und wenn ich überlege, wie sehr mir Bewegungen jetzt weh tun, graut mir davor. Freitag muss ich wieder in die Poli-Klinik, weil die Löcher kontrolliert werden müssen.
Und ich werde sicherlich noch oft genug völlig gefrustet hier meinen Scheiß loswerden.
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Nun ja, am Montag wurde ich also entlassen. Ich hatte mir das, ehrlich gesagt, alles etwas einfacher vorgestellt.
Im Krankenhaus war ich sehr viel mobiler, aber hier zu Hause, geht es schon damit los, dass die Toilette viel niedriger ist, ebenso wie das Bett.
Kurzum, ich bin aufgeschmissen, kann nichts allein machen.
Zum Glück hat mein Schatz drei Wochen Urlaub und bringt von der Couch, zur Toilette, rüber zum Bett, wieder auf die Couch, nochmal kurz aufs Klo etc., pp..
Auch meine Heulattacken und meinen Frust erträgt er lieb und muntert mich immer wieder auf.
Ich liebe ihn so sehr!!!!!
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Um das Knie zu stabilisieren wurde mir gleich noch am selben Abend per OP ein Fixateur gesetzt. Watt datt ist???
Ein externes Metallgestänge, dass im Knochen verankert ist und - in meinem Falle - das Knie ruhig stellt, so das es nicht mehr bewegt werden kann.
Das sieht dann so aus:
Der Bruch konnte leider erst am folgenden Mittwoch operiert werden, eine Metallplatte und sechs Schrauben. Dazu noch Knochen aus dem Beckenkamm, sowie einen synthetischen Knochenersatz.
Und die Hoffnung, dass ich den Fixateur mit der OP loswerde, zerschlug sich auch, da der Knochen wohl doch recht arg gesplittert war und der Fixateur, den sichersten Halt gab für den Bruch. Zwei Wochen nach der OP sollte er raus, wurde mir gesagt.
Entlassen werden sollte ich eigentlich den Mittwoch darauf, doch es hatte sich unter der Wunde an der Hüften, wo am Beckenkamm Knochen entnommen wurde ein Hämathom (schreibt man datt so?) gebildet und das Ganze musste noch mal aufgemacht, gespült und dann wieder zugemacht werden.
Entlassen wurde ich dann - auf eigenen Wunsch - am Montag nach drei OPs mit Vollnarkose in fast 3 Wochen, ebenso lange wie ein toter Käfer auf dem Rücken liegend. Es war grauenhaft.
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Nachdem ich nun fast ein Jahr nichts mehr von mir hören lassen habe, habe ich mir gedacht ich nutze die Gunst der Stunde und kotze mich hier in nächster Zeit mal so richtig aus.
Ich hatte am 17.01.05 einen Fahrradunfall, ein Taxifahrer hat mir unseren Hund ins Rad gescheucht, weil der voller Schwung und Elan um die Ecke kam. Ja, abgebremst hat er, aber so kurz und knapp, dass meine Hündin sich erschrocken hat.
Ende vom Lied?
Ein unfreundliches Knack-Knack im Knie.
Diagnose?
Tibialkopfspaltbruch links, sprich ich habe mir den Kopf vom Unterschenkel gebrochen, dort wo das Kniegelenk aufliegt. Und da ich keine halben Sachen machen, ist das kein stinknormaler Bruch, sondern ein Spaltbruch. Die Röntgenaufnahme sah aus, als hätte ein Blitz von oben in den Knochen eingeschlagen und mir den linken Teil des Schenkelkopfes vom Rest des Knochen getrennt.
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